Umfrage zu digitalen Umsätzen und Vertriebswegen veröffentlicht

Vom Onlineverkauf gedruckter Bücher über die Nutzung von Streamingdiensten bis hin zu E-Book oder Apps: Digital generierte Umsätze spielen in Verlagen mittlerweile eine große Rolle. Das zeigt die Umfrage „Umsatz der Verlage über digitale Vertriebswege“, die die Interessengruppe (IG) Digital des Börsenverein des Deutschen Buchhandels auf der Konferenz future!publish dem Branchenpublikum vorstellte.

Die Kernergebnisse:

  • Durchschnittlich erwirtschaften große Verlage (mehr als 10 Mio. Euro Jahresumsatz) 12,5 Prozent ihrer Umsätze mit digitalen Produkten, kleine Verlage 10,8 Prozent. Ein Drittel der kleinen Verlage (unter 1 Mio. Euro Jahresumsatz) erzielt damit keine Umsätze. Zu digitalen Produkten zählen etwa E-Books, Hörbuch-Downloads, PDFs, Streaming-Angebote, Nutzungslizenzen für Datenbanken, Webinare, Games oder Apps.
  • Belletristische Verlage profitieren überdurchschnittlich stark vom digitalen Geschäft: Ein Viertel ihrer Umsätze (25,3 Prozent) erlangen sie durch digitale Produkte.
  • Durchschnittlich erwirtschaften Verlage rund ein Drittel ihrer Gesamtumsätze mit physischen und digitalen Produkten über digitale Vertriebswege (z.B. Online-Shops – eigene, die von Buchhandlungen oder anderer Anbieter – oder Streaming-Dienstleister). Mehr als 30 Prozent der kleinen Verlage macht so sogar mehr als die Hälfte ihres Umsatzes.
  • Ein Großteil der Verlage erzielt Umsätze mit E-Books: 75 Prozent der mittleren und großen Verlage und rund 60 Prozent bei den kleinen. Der Anteil der E-Book-Downloads an den Gesamtumsätzen beträgt durchschnittlich 6 Prozent.
  • Mehr als zwei Drittel der Verlage sind auf digitalen Plattformen präsent. 61,1 Prozent der großen Verlage nutzen Streaming-, Flatrate- oder Leihmodelle. Starke Umsatzbringer sind die Modelle bislang aber nicht: 33,3 Prozent der befragten Verlage verzeichnen dort unter fünf Prozent ihrer Umsätze, 38,5 Prozent gar keine.

An der Umfrage teilgenommen hatten im September letzten Jahres 226 Mitgliedsverlage des Börsenvereins. Einige Fragen wurden nicht von allen teilnehmenden Verlagen beantwortet und bieten so nur Tendenzaussagen. Dennoch lassen sich mit Fokus auf die Umsatzgrößenklassen erste Erkenntnisse über Verlage innerhalb der einzelnen Größenklassen gewinnen.

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Die Ergebnisse der Umfrage als pdf

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