Social Media im Verlag: Setup von Tina Pfeifer (Bastei Lübbe)

Die Kommission Digitale Kommunikation befasst sich mit neuen Möglichkeiten und veränderten Aufgaben durch Social Media, Web 2.0 und Cloud Computing, den Veränderungen für die Verlagskommunikation sowie neuen Arbeitsformen und Berufsbildern. Mit unserer Serie Social Media im Verlag: Setup von … geben Mitglieder aus der Kommission Digitale Kommunikation Einblick in ihren Werkzeugkasten fürs Social Web – inspiriert von den Social Media Setups im Blog von Karsten Sauer.

Tina Pfeifer, Referentin für Online-PR bei Bastei Lübbe. Ich mache im Grunde klassische PR-Arbeit, richte mich dabei aber in erster Linie nicht an die Print-, TV- und Radiojournalisten, sondern eher an die Online-Redakteure, Blogger, Nerds & Co. Da die Onliner im Normalfall keine Produktionsvorläufe haben, kann ich viel spontaner mit ihnen agieren. Social Media spielt dabei als Kommunikationsweg eine wichtige Rolle – vor allem im Bezug auf Spontanität. Denn über die sozialen Netzwerke erreicht man die Onliner oftmals am schnellsten und effektivsten.

Tina Pfeifer im Einsatz!

Ich bin bei uns aber nicht allein für den Bereich Social Media zuständig, sondern habe drei Kolleginnen im Marketingbereich, die unsere Kanäle ebenso betreuen. Wir arbeiten eng zusammen, aber während ich mich eher auf redaktionelle Beiträge konzentriere, kümmern sich meine Kolleginnen zum Beispiel um große Marketing-Aktionen.

Welche Tools und Plattformen nutzt Ihr? Und wofür?
Da Facebook fest im Mainstream verankert ist, bespielen wir diese Plattform am häufigsten und aufwändigsten. Dort haben wir allein sechs Kanäle (Aufzählung s. u.). Darüber hinaus sind wir aber auch bei Twitter und YouTube vertreten. Eigene Blogs zu bestimmten Genre und Themen wären interessant, lassen sich aber derzeit aus Manpower-Gründen nicht umsetzen. Zumal wir wenig automatisiert arbeiten (wenn, dann aber mit Hootsuite), sondern das meiste eben doch individuell bedienen.

Das Monitoring machen wir hauptsächlich über Google Analytics, da für umfangreichere, auf unsere Bedürfnisse genau abgestimmte Tools kein Budget eingeplant ist. Über kurz oder lang werden wir allerdings nicht darum herum kommen, in diesem Bereich zu investieren, weil wir so natürlich viel effektiver auf Gesprächsthemen im Netz reagieren können. Denn nur wenn ich genau sehen kann, wer wann, wo und mit wem über (beispielsweise) einen unserer Autoren spricht, kann ich entsprechend darauf eingehen und vielleicht sogar noch etwas ins Rollen bringen. Tools wie Google Alerts, Tweetalarm & Co., die wir ebenfalls nutzen, reichen dafür nicht aus.

Der “Fuhrpark” von Tina Pfeifer

Wo seht Ihr die Vor- und Nachteile von Social Media für Euer Unternehmen?
Es mag abgedroschen klingen, aber es ist unumstritten: Social Media macht es möglich mit unseren Lesern, dem Buchhandel, Journalisten & Co. direkt in Kontakt zu treten. Das Schöne ist, dass diese Möglichkeit für beide Seiten besteht. Wir sind also auf der einen Seite ansprechbar, können aber auf der anderen Seite genauso mit unseren Usern kommunizieren. So können wir zum Beispiel auch viel besser den Markt beobachten und auf Trends reagieren.
Viele Nachteile sehe ich nicht. Aber unsere Präsenz im Web kann natürlich auch ein Risiko sein, da wir dadurch automatisch angreifbarer sind. Hat sich zum Beispiel ein Post oder eine Aktion erst einmal negativ verbreitet, dann lässt sich das schwer bis gar nicht wieder unter Kontrolle bringen. Auch in Krisensituationen müssen wir deshalb bereit sein, mit unseren Usern in den Dialog zu treten.

Was erreicht Ihr im Social Web für Euer Unternehmen?
Die Antwort ist in diesem Fall ganz einfach: Wir bringen unsere Produkte (Bücher, Hörbücher, Apps, E-Books & Co.), Autoren und Themen ins Gespräch.

Wie trennt Ihr Privates und Berufliches in Social Media?
Das ist schwer. Allein an der Tatsache, dass man sich über seinen privaten Account mit beruflichen Kontakten vernetzt, hakt es. Denn auch wenn ich genau kontrolliere, wer was wann sieht, gebe ich ein privates Bild von mir preis, das in diesem Fall nicht für das Unternehmen stehen darf und soll.
Wenn ich für Bastei Lübbe kommuniziere, steht meine private Meinung oder meine Gefühlslage natürlich immer außen vor. Ich finde es zwar okay, dass die User wissen, wer die Social Media-Aktivitäten für das Unternehmen betreut, bin aber der Meinung, dass nicht die Person im Vordergrund stehen sollte, sondern eben die Themen des Verlags. Deshalb halte ich mich in der Unternehmenskommunikation als Person auch stark zurück. Bei Twitter steht zum Beispiel nicht, wer den Account betreut.

Euer Motto/Leitspruch/Philosophie für Social Media?
Ausprobieren, mitmachen, dran bleiben!

Verlagshomepage
http://www.luebbe.de/

Facebook-Accounts:
http://www.facebook.com/BasteiLuebbe
http://www.facebook.com/Eichborn
http://www.facebook.com/apocalypsis.de
http://www.facebook.com/Geisterjaeger.John.Sinclair
http://www.facebook.com/vonidiotenumzingelt
http://www.facebook.com/BeastlyBoys

Twitter
https://twitter.com/bastei_luebbe
https://twitter.com/eichbornverlag

YouTube
http://www.youtube.com/BasteiLuebbe

Weitere Social Media Setups:

Heike Schmidt, UTB  

Wolfgang Walz, Wiley-VCH

Steffen Meier, Ulmer Verlag

Frank Krings, Frankfurter Buchmesse

 

6 comments

[…] der Kommission folgte. Drei der bislang acht Kommissionsmitglieder waren zugegen und mit Tina Pfeifer von Bastei Lübbe, Frank Krings von der Frankfurter Buchmesse und Wolfgang Walz vom Verlag […]

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