Tischrunden – Der Nachmittag

Am Nachmittag irgendwie mehr Leben. Bei den Roundtable-Sessions schwirren die Teilnehmer im 20-Minuten-Takt von Tisch zu Tisch, es geht um die Arbeitsmodelle der Zukunft, Eigentständigkeit von E-Books als Medium, Nachfolge in Unternehmen, und und und… Nicht nur die Themen sind bunt gemischt, auch die Nachwuchsparlamentarier mischen die Tische ein bisschen auf, sind zumindest präsenter als auf der Eröffnungsveranstaltung im Kuppelsaal am Vormittag.

In der Kürze der Zeit geht es denn auch trotz Vorstellungsrunden und Kurz-Präsentationen schnell zur Sache: Rebekka Kirsch und Thomas Zorbach fragen die Anwesenden am Social Media Tisch regelrecht aus nach Plattformen, Prioritäten und Aufgabenverteilungen. Das zeigt schnell ein Spektrum – aber für Diskussionen ist nicht mehr so richtig Zeit.

Das Kontrastprogramm am übersichtlich besetzten Tisch, an dem Dominik Al-Jubouri über Abmahnfallen im Netz und bei Mailings informiert  – und bereitwillig auch noch so detaillierte Fragen über Bild- und Persönlichkeitsrechte beantwortet. Mangels juristischer “Gegenspieler” ist der Diskussionswert hier zwar geringer, der Informationsgehalt dafür maximal und in höchstem Maße personlisiert…

Am dritten Tisch, den ich besuche, geht es zunächst um den Musikmarkt: um den Anteil der Downloads am Gesamtumsatz (2011: ca. 15% – für Bücher 1%) und den Trend zum Streamen von Musik. Als Beispiel dient der Dienst Spotify, der je nach Abopaket on- und offline-Zugang zu einem umfassenden Musik-Katalog bietet, aber keine dauerhafte Speicherung. Schnell ist die Runde bei den Büchern: Die Wortmeldung “der Mensch möchte Dinge doch besitzen” ist den meisten zu undifferenziert. Aber “wer kauft den eigentlich noch CDs – das sind doch eher Nerds” wird unwidersprochen stehen gelassen. Abwarten, wann solche Einschätzungen auch in Diskussionen über den Buchmarkt völlig normal sind.

 

1 comment

Rebekka Kirsch

“… auch die Nachwuchsparlamentarier mischen die Tische ein bisschen auf, sind zumindest präsenter als auf der Eröffnungsveranstaltung im Kuppelsaal am Vormittag.”
Lach mich grad n bisschen schlapp. 
Herrje. Wie typisch.

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