Onleihe

Fit für die Zukunft? Bibliotheksmodelle im digitalen Zeitalter – Ein Update

Die Welt des Lesens und der Bücher ist im Wandel, die Onleihe ist in der Vergangenheit zu einem Zankapfel zwischen Bibliotheken, Verlagen und Autoren geworden. Bibliotheken forderten eine Änderung des Urheberrechts – Verlage hielten mit nachhaltigen Lizensierungslösungen dagegen. Überdies sprießen im Zuge der Digitalisierung kommerzielle E-Book-Flatrate-Modelle und Abo-Dienste aus dem Boden. Wie ist die Rolle der Bibliotheken einzuordnen? Öffentliche Bibliotheken bieten seit über 10 Jahren ihren Nutzern die Möglichkeit an, digitale Medien auszuleihen. Während in den ersten Jahren nur wenige Leser davon Gebrauch machten, sind die Nutzungszahlen in den letzten Jahren stark gestiegen. In 2017 gab es bereits 820.000 aktive Onleihe-Nutzer, die ca. 25 Mio. Medien ausgeliehen haben. Dies ist ein Wachstum von 23% gegenüber dem Vorjahr. Der Service von Bibliotheken trifft den Nerv der Zeit, Sharing ist in, Besitz ist out. Belletristik-Leser finden diesen Service eindeutig attraktiv. An diesem Wachstum partizipieren die Verlage jedoch nicht in gleichem Maße, denn die meisten Lizenzen sind nutzungsunabhängig und lediglich zeitabhängig (wenn überhaupt). Ist die Politik in jedem Fall gefordert?

Wir sagen ja und laden Matthias Schmid, Ministerialrat, ein zu einem Update bzgl. Bibliotheken zu den neuesten Entwicklungen im Zuge der Ausgestaltung der Urheberrechtsnovelle auf nationaler Ebene.

Eine Veranstaltung der Peergroup Content- und Marktentwicklung bei der Jahrestagung der IG Digital.

Montag, 11. Juni, 16:15-17:00 Uhr

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