Stefanie Leo: Eine Leserin unter vielen Verlegern

„Ich bin hier mal die Leserin“ begrüßt mich die sympathische Stefanie Leo.

Ursprünglich arbeitete sie als Schriftsetzerin und kam auch so zum Bloggen. Und nach dem sie Bücher – und speziell Kinderbücher – liebt, liest, lesen lässt und empfiehlt, fungiert Stefanie als „Stimme der Leser“ auf der Podiumsdiskussion zur Piraterie.

Steanie Leo – die Stimme der Leser – betreibt u.a. die http://www.buecherkinder.de/

Ich selbst ziehe das gedruckte Buch dem eBook bei Weitem vor und war deshalb umso überraschter, dass man mich bat, aus Kundensicht auf dem Podium zu berichten. Gerne übernahm ich den Part, in der Hoffnung etwas Licht in mein dunkles Leserverhalten zu bringen.– so Stefanie Leo in ihrem Blog buecherkinder.de.

Stefanie Leos Botschaft ist klar: Elektronische Bücher sollten „einfacher und komfortabler für Kunden sein!“. Damit unterstützt sie Sascha Lobos Aufforderung nach mehr Usability.

Sascha Lobo fordert bessere Usability für E-Books.

Sie möchte, wenn sie ein E-Books kaufen will – beispielsweise am Wochenende oder während einer Zugfahrt – “einfach Geld ausgeben“, ohne Hürden, ohne vorher einen Reader installieren oder seitenweise Hinweise lesen zu müssen.

Zudem gestaltete sich auch das Herunterladen der eBooks nicht gerade intuitiv – durchaus zu schaffen aber alles andere als komfortabel. Meine Bereitschaft, eBooks zu nutzen ließ zügig nach, der Sony wurde verkauft, ein Kindle angeschafft, mit dem sich zumindest das Geldausgeben resp. eBooks-Laden sehr viel leichter gestaltete. – bloggt Stefanie Leo.

Und kann laut Stefanie nicht sein, dass „Illegalität einfach ist als Legalität“. Ihrer Meinung nach, sind die Umwege, Schutzkonstruktionen oft ein Hindernis, das gewünschte Objekt der Begierde sofort und ohne Umstände zu befriedigen. Da ist oft Datenklau weniger umständlich, liebe Verleger.

Eine Schreckensszenario wäre für Stefanie Leo die Vorstellung einer Zukunft ohne Buch. Ohne gedrucktes Buch. Bücher kann man anfassen, weiterreichen, erleben, mit den Sinnen erfassen.

„Ich mag die Vorstellung einer „Entweder-oder“-Lösung nicht.“ Sinnvoll dagegen ist für Stefanie Leo die Vorstellung einer Co-Existenz von Büchern mit E-Books. „Wenn in einem Buch der E-Book-Code eingedruckt ist, dann kann ich das Buch lesen, wann und wie ich es möchte.“

Heise.de berichtet:

„Macht was, dass ich E-Books für kleines Geld bekomme“, forderte Stefanie Leo als Leser-Vertreterin die Verleger auf. Sie habe sich vor zwei Jahren ein Lesegerät gekauft, sich dann aber über die Systeme zum digitalen Rechtekontrollmanagement (DRM) und die hohen Preise geärgert. „Ich bin beim Gedruckten geblieben“, resümierte Leo. „Das besitze, verkaufe und verleihe ich und schmeiße ich auch mal in die Ecke.“ AKEP-Sprecher Steffen Meier brachte schließlich einen „standardisierten ‚weichen‘ Rechteschutzmechanismus“ ins Spiel. Die Branche müsse das Heft in die Hand nehmen, um Insellösungen zu überwinden und die Akzeptanz digitaler Produkte zu erhöhen.

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