Wearables – gekommen, um zu bleiben

Das Internet of Things ist derzeit in aller Munde: Anlässlich der Veranstaltung
Smart, smarter, wearable – Neue Content-Lösungen für Activity Tracker, Smartwatches und Datenbrillen, führte die Medien-Akademie ein Gespräch mit Florian Schumacher, Digital Health Consultant bei iic|solutions, zur Bedeutung von Wearables & Co:

Wearables – ein Hype der bleibt?
Insbesondere in den Bereichen Fitness und Gesundheit sind Wearables erfolgreich und konnten 2014 gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 700% erzielen. Dieser Trend wird in diesem Jahr erstmalig auch im Bereich der Smartwatches seine Fortsetzung finden. Auch wenn sich der Markt noch in einer frühen Phase befindet, werden sich zukünftige Geräte mit immer besserer Usability und größerem Funktionsumfang dauerhaft einen Platz in unserem Alltag sichern.

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4 Fragen an: Dr. Ulrich Eberl

Was sind aus Ihrer Sicht die Technik-Megatrends der nächsten zehn Jahre?

In meinem Buch „Zukunft 2050“ schaue ich zwar in eine etwas fernere Zukunft, aber vieles davon wird auch schon im nächsten Jahrzehnt zu wesentlichen Veränderungen führen. Binnen zehn Jahren wird sich die Rechenleistung und Datenübertragungsrate von Mikrochips nochmal um einen Faktor 30 bis 50 erhöhen – was heute ein Smartphone leistet, bekommt man dann zum Preis von wenigen Euro auf einem kleinen Chip. Künftig werden daher winzige Sensor- und Kommunikationselemente in allen Dingen stecken: in Möbeln und Kleidung ebenso wie in Autos, die autonom und unfallfrei ihren Weg finden. Intelligente Etiketten, Sensoren und lernende Roboter werden sowohl die Fabrikarbeit als auch die Logistikbranche massiv verändern.

Hinzu kommen zwei weitere Megatrends, die sich unter dem Begriff „ganzheitliche Gesundheit“ zusammenfassen lassen: die Gesundheit unserer Umwelt und die Gesundheit des Menschen. Die alternde Gesellschaft treibt eine Vielzahl von Innovationen – im Medizinsektor ebenso wie beim Smart Home und den Servicerobotern, aber auch im Transportwesen, denn auch alte Menschen wollen noch mobil sein. Der Boom der Umwelttechnologien hat ebenfalls mehrere Treiber: natürlich den Kampf gegen den Klimawandel, aber auch die immer knapper werdenden Ressourcen – das eine bedingt den Boom der erneuerbaren Energien, das andere fördert energie- und rohstoffeffiziente Produkte und Fertigungsprozesse, Recycling und Kreislaufwirtschaft.

Warum ist IoT gerade jetzt in aller Munde?

Weil das Internet der Dinge jetzt nicht nur technisch machbar ist, sondern weil es in den kommenden Jahren auch zu drastisch sinkenden Preisen umgesetzt werden kann – und weil es jeden betreffen wird. Überall werden die Dinge miteinander und mit uns „sprechen“. Schon jetzt gibt es weltweit mehr vernetzte Geräte als Menschen, und bis 2020 soll deren Zahl auf 50 Milliarden steigen.

Was sind aus Ihrer Sicht die interessantesten IoT-Anwendungen derzeit?

Der stets zitierte „sprechende Kühlschrank“ zählt meines Erachtens zu den eher skurrilen Anwendungen. Viel wichtiger sind andere: In den Fabriken geht es dank intelligenter Etiketten um eine hoch automatisierte und zugleich extrem flexible Fertigung – in der „Industrie 4.0“ sagt jedes Werkstück den Maschinen, wie es individuell behandelt werden soll. Auf den Straßen kommunizieren Fahrzeuge künftig untereinander und mit der Infrastruktur, um Staus und Unfälle zu vermeiden. In einigen Branchen, etwa bei Börsenberichten, werten bereits Computer die Daten eigenständig aus und schreiben sie als Roboterjournalisten nieder – ebenso wie Programme große Mengen an Patientendaten analysieren und bei Arztdiagnosen helfen. Unser Energiesystem balanciert Angebot und Nachfrage immer besser selbstständig aus, um die erneuerbaren Energien bestmöglich zu integrieren. Häuser holen sich automatisch aus dem Internet den Wetterbericht, um Heizung und Kühlung zu optimieren. Und Geräte aller Art – von der Ampel übers Windrad bis zum Computertomographen und dem Hochgeschwindigkeitszug – senden Sensordaten in die Cloud, wo sie ausgewertet werden, um Fehler frühzeitig zu erkennen, noch bevor das Gerät ausfällt.

Warum macht es Sinn über Veränderungen durch das IoT nachzudenken – und welche sehen Sie?

Das IoT wird unser Leben auf allen Gebieten grundlegend verändern. Wenn Computerchips in allen Dingen stecken und sie „intelligent“ und „kommunikationsfähig“ machen, wenn Maschinen schon bald mehr miteinander reden als mit uns, dann kann dies unseren Alltag vielfach deutlich komfortabler, einfacher und sicherer machen – doch zugleich wird diese unsichtbare und eigenständige „Welt hinter unserer Welt“ neue Sorgen aufwerfen: Was passiert da eigentlich ohne unser Wissen und warum? Wie zuverlässig und wie sicher ist das Internet der Dinge, und wo können neue Gefahren entstehen?

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#akep15: Das Internet der Dinge – wenn Maschinen mehr und besser kommunizieren als Menschen (Dr. Ulrich Eberl)

Im kommenden Jahrzehnt werden leistungsfähige und preiswerte Computerchips in allen Dingen unseres Alltags stecken. Bereits 2020 sollen rund 50 Milliarden Geräte vernetzt sein und miteinander kommunizieren. Das wird die Arbeit in den Fabriken ebenso revolutionieren wie Häuser und Energiesysteme, autonome Fahrzeuge und Roboter, die Logistik, das Gesundheitswesen und Dienstleistungen aller Art. Offline zu sein, wird praktisch unmöglich – doch was bedeutet das dann für unser Leben?

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Dr. Ulrich Eberl

Dr. Ulrich Eberl; Chefredaktion POF 01-2014Ulrich Eberl, geboren 1962 in Regensburg, ist einer der renommiertesten Wissenschafts- und Technikjournalisten Deutschlands.

Er studierte Physik und promovierte 1992 „summa cum laude“ an der Technischen Universität München in einem Grenzgebiet zwischen Physik, Biologie und Chemie: der Erforschung der ersten Billionstel Sekunden der Photosynthese.

Seit 1988 war er zudem als freier Wissenschaftsjournalist tätig und schrieb Hunderte von Artikeln über Themen von der Evolution über die Nanotechnik bis zu den Ausgrabungen in Troja. Von 1992 bis 1995 arbeitete er für die Technologiepublikationen von Daimler, seit 1996 bei Siemens als Leiter der weltweiten Innovationskommunikation. Im April 2015 gründete er SciPress, ein Redaktionsbüro für Wirtschafts-, Wissenschafts- und Technikkommunikation.

Sein besonderes Interesse gilt der Zukunftsforschung. Von 2001

bis 2015 war er Chefredakteur von Pictures of the Future, der Siemens-Zeitschrift für Forschung und Innovation, die bereits mehrere internationale Preise gewonnen hat. 2007 gab Ulrich Eberl das Buch „Innovatoren und Innovationen“ heraus, 2009 wurde er in einer Umfrage unter 900 Wissenschaftsjournalisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz als bester Forschungspressesprecher für Unternehmen ausgezeichnet. In seinem neuesten Buch „Zukunft 2050“ beschreibt er die wesentlichen Trends, die unser Leben in den nächsten 40 Jahren prägen werden.

Blog: http://zukunft2050.wordpress.com/

Link zum Buch Zukunft 2050 (mit Video): www.siemens.de/innovation/zukunft2050

Zeitschrift Pictures of the Future (kostenlos abonnierbar): www.siemens.de/pof

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#akep15: Vom Content zum Produkt: Chancen und Grenzen automatisierter Qualitätssicherung (Marietta von Lupin)

Im Bereich der Fachmedien leben Online-Rechercheprodukte zu einem entscheidenden Teil von ihrer Aktualität. Diese Kundenerwartung läßt sich unter anderem durch Automatismen in der Digitalisierung der Inhalte und der Produktion realisieren. Zusätzlich erfordert ständig steigender Kostendruck technisch standardisierte Verfahren. Dementsprechend muß auch die Qualitätssicherung entlang des Verarbeitungsprozesses über weite Strecken maschinell erfolgen. Welche Möglichkeiten der Automatisierung es in diesem Zusammenhang gibt und an welche Grenzen sie unweigerlich stößt, wird am Beispiel von JURION, einer Online-Anwendung für Juristen, skizziert.

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Marietta von Lupin (Wolters Kluwer)

marietta_von_lupinNach dem Studium der Anglistik und Germanistik und einem Verlagsvolontariat begann Marietta von Lupin ihre berufliche Laufbahn in München in einem geisteswissenschaftlichen Fachverlag in der Herstellung. Bereits dort hat sie sich mit der Produktion unterschiedlicher Medien aus medienneutral aufbereitetem Content in SGML befasst. „Single Source Production“ hat sie auch bei der Wolters Kluwer Deutschland GmbH gereizt, als sie 2002 als Herstellerin am Standort Unterschleißheim angefangen hat. Ein großes Projekt zur Einführung eines Content Management Systems und der zugehörigen Prozess- und Datenstandardisierung für ganz Wolters Kluwer Deutschland hat sie schließlich an den Standort Köln geführt. Dort hat sie 2007 ein Team zur zentralen Erfassung von Verlagscontent in XML aufgebaut und 2011 das Team „Cross Media Management“ eingeführt, das als Schnittstellenfunktion zwischen Produktmanagement und Produktion die Standardisierung der Produktionsprozesse und Produktausgestaltung vorantreibt. Seit 2013 leitet sie die Abteilung „Elektronische Produktion“, die aus Verlagscontent elektronische Rechercheprodukte kompiliert und on- und offline zur Verfügung stellt.

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#akep15: Gesteuertes Crowdsourcing versus Autor – wer bietet mehr? (Nadja Kneissler)

Bisher wurden nautische Reiseführer oder Bikeguides  von Autoren verfasst, die dafür ihre Reviere intensiv bereist haben. Zukünftig könnten die Inhalte per automatisiertem  Crowdsourcing in ständig aktualisierter Form angeboten werden. Am  Beispiel SonarPhone T-Box wird dieser Weg vorgestellt. Was sind die Chancen? Was sind die Risiken?

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Nadja Kneissler (Delius Klasing)

Nadja Kneissler Verlagsleitung Buch DK 2014 SRe_IMG_2299Nadja Kneissler ist Biologin. Sie war von 1991 bis 2008 im Verlag Eugen Ulmer tätig  als Lektorin und später als Verlagsleiterin Buch. Seit 2008 ist sie Verlagsleiterin Buch beim Delius Klasing Verlag. Sie lebt in Hamburg.

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Kay Herget

kay2Kay Herget leitet das Marketing und das Business Development der Bosch SoftTec GmbH, einer Bosch Car Multimedia-Tocher, seit September 2013. Er ist verantwortlich für die globale Marketing-Kommunikation, das strategische Marketing und das Business Development. 2004 schloss er sein Studium der Wirtschafts und Sozialwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg ab. 2004 startete er seine Karriere bei Bosch im Junior-Management-Programm. Bevor er zu Bosch SoftTec kam, arbeitete er unter anderem als Referent des Marketing- und Vertriebsvorstandes bei Bosch Solar Energy. Vor 2004 arbeitete Kay Herget in einer Beratung für Informationstechnologie und Services, als Teamleiter im Event-Marketing sowie im Brand-Management, Direct-Marketing und für Siemens im Corporate Marketing.

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kayherget

Twitter: @Herg4711

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Marguerite Joly

MJ_201404Marguerite Joly  leitet den Bereich Neue Geschäftsinitiativen bei den Ullstein Buchverlagen. Dazu gehören die digitalen Imprints  »Forever« und »Midnight« sowie die Lesercommunity vorablesen.de. Bereits bei Tanzplan Deutschland, dem Forschungsprojekt Hybrid Plattform und txtr hat Marguerite Joly Strategien für zeitgemäße Kommunikationsplattformen entwickelt. Bei txtr konzipierte sie einen internationalen Online Portal für Frauenliteratur. Zuletzt war sie Head of Marketing and Business Development bei epubli.

Ihr Vortrag auf der #akep15: Der neue Verlag – das beste aus zwei Welten

 

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