Workshop E-Publishing im W3C

In den letzten Monaten hat sich einiges getan, was die internationalen Rahmenbedingungen des E-Publishing angeht: Nach längeren, durchaus kontroversen Diskussionen wurde letztendlich mit deutlicher Mehrheit die Verschmelzung von IDPF (International Digital Publishing Forum) und W3C (World Wide Web Consortium) beschlossen, die künftig gemeinsam E-Book- und Web-Standards verantworten. Der EPUB-Standard, der vom IDPF entworfen wurde, soll von der neu gegründeten Organisation Publishing@W3C weiterentwickelt werden.

Gegenüber den internationalen Diskussionen war die Aufmerksamkeit in der deutschen Buchbranche bisher eher gering, obwohl E-Books auch hier immer mehr zum Umsatz beitragen und mit EPUB ein offener Standard als Alternative zu den geschlossenen Systemen von Amazon, Apple und Co. existiert. So sollte es auch im Interesse der deutschen Verlagshäuser und E-Book-Händler sein, bei der Weiterentwicklung von EPUB mit am Tisch zu sitzen (siehe hierzu auch den Bericht zum EPUB Summit).

Um Verlagen die Beschäftigung mit dem Thema und den Einstieg in die konkrete Mitarbeit zu erleichtern, lud die IG Digital am 15. September zu einem Workshop nach Frankfurt ein. Ivan Herman, der technische Leiter des Bereichs Publishing beim W3C, und Georg Rehm, Leiter des Deutsch-Österreichischen Büros des W3C, gaben einen Einstieg in das Thema und leiteten den Workshop. Vierzig Teilnehmer informierten sich über EPUB3, „Web Publications“ und die Organisation des W3C. Dann ging es vor allem um die Möglichkeiten für deutsche Verlage, sich im W3C einzubringen und an den diversen relevanten W3C-Gruppen teilzunehmen. Und schließlich wurde diskutiert, welche Rolle die IG Digital bzw. der Börsenverein dabei spielen könnte.

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Frankfurt Digital Night am 12. Oktober 2017

Am Messedonnerstag ist es wieder soweit: Wir feiern die Frankfurt Digital Night im Orange Peel.

Die Digital Night ist die Abendveranstaltung für alle Digitalaffinen der Buchbranche während der Frankfurter Buchmesse. Sie verbindet Feiern mit Networking in entspannter Clubatmosphäre mitten im angesagten Frankfurter Bahnhofsviertel.

Die Frankfurt Digital Night ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von Bookwirejuni.comCONTENTshiftDeutscher FachpresseFrankfurter Buchmesse, Holtzbrinck ePublishing und IG Digital.

 

Frankfurt Digital Night: Messedonnerstag, 12. Oktober 2017, ab 20.00 Uhr, im Orange Peel, Kaiserstraße 39, 60329 Frankfurt am Main. Einlass nur mit Einladung

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Umfrage zum Einsatz von Videos und Bewegtbildern: Produktvideos und Webinare auf der Überholspur

Videoformate sind in der Buchbranche inzwischen fest etablierte Werkzeuge. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Arbeitsgruppe „Live-Videostreaming, Webinare und Web-TV“ der Deutschen Fachpresse und der Interessengruppe Digital im Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Ein Kernergebnis: Insgesamt kommen in knapp einem Drittel der Unternehmen der Buchbranche Videoformate zum Einsatz. Verlage nutzen diese deutlich intensiver als Buchhandlungen.

32,2 Prozent aller befragten Unternehmen der Buchbranche setzen Video- und Bewegtbildformate in der Kommunikation mit Kunden, Medien und der Öffentlichkeit oder mit den eigenen Mitarbeitern ein. Verlage liegen in der Nutzung mit 41,7 Prozent vor den Buchhandlungen, die mit 24,5 Prozent folgen. Über beide Sparten hinweg steigt zudem der Einsatz von Videos und Bewegtbildern mit der Umsatzgrößenklasse deutlich an.

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Jahrestagung der IG Digital am 14. Juni 2017

Alles bleibt anders. Wie die digitale Transformation zum Alltag der Branche wird

Am Mittwoch, den 14. Juni 2017 lud die IG Digital zu Ihrer Jahrestagung nach Berlin. Die Jahrestagung fand während der Buchtage im bcc Berlin Congress Center statt. Bereits am Vorabend, den 13. Juni, netzwerkte und feierte die Branche bei kombiniertem Mitgliederfest und Digital Night im Haubentaucher.

Nach wie vor steht unsere Branche mit ihrem klassischen Kernprodukt, dem Buch, als Garant für eine kulturelle Werte- und Kommunikationstechnik ein. Daneben transformieren sich aber nun seit knapp 20 Jahren zunehmend mehr Bereiche unserer Branche: Digitale Produkte wie E-Books, digitale Datenbanken, Webportale oder Apps finden seit Jahren zunehmend ihren Platz, Vertrieb und Marketing passen sich unterschiedlichen Bedürfnissen der Produkte wie der digitalen Zielgruppen an, Produktionsabteilungen als technischer Treiber der Unternehmen beschäftigen sich zusammen mit IT-Spezialisten mit digitalen Produktionsmethoden, Händler erfinden sich im digitalen Raum mit ihrer Kundenbeziehung neu und durch Selfpublishing wird gleich die klassische Struktur der Branche an sich in Frage gestellt. Auf der Jahrestagung der IG Digital wurde ein aktueller Abriss geboten, wo die Branche stand, und konkrete Ergebnisse und Projekte vorgestellt, die neben dem Status Quo auch die Veränderungen des digitalen Publizierens zeigten. 

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EPUB Summit 2017: Warum die deutsche Buchbranche sich an technischen Innovationen beteiligen muss

Tobias Streitferdt hat im Auftrag der IG Digital vom 9.-10. März 2017 in Brüssel am zweiten internationalen EPUB Summit teilgenommen und berichtet hier von der Tagung:

Der EPUB Summit wurde erstmals vom EDRLab, dem europäischen Interessenverband zur Einführung des EPUB-Standards, organisiert. Viele Vorträge waren geprägt vom Anschluss des International Digital Publishing Forum (IDPF) an das World Wide Web Consortium (W3C). Die daraus resultierende neu gegründete Organisation Publishing@W3C soll nun den EPUB-Standard weiterentwickeln.

Was international in der Buchbranche ziemliche Wellen auslöste, fand in Deutschland kaum Beachtung, obwohl E-Books in deutschen Verlagen immer mehr zum Umsatz beitragen. Zudem entstand gerade hier mit der auf EPUB basierenden Tolino-Allianz ein respektabler Gegenspieler gegenüber dem Branchenprimus Amazon. So sollte es auch im Interesse der deutschen Verlagshäuser und E-Book-Händler sein, bei der Weiterentwicklung von EPUB mit am Tisch zu sitzen.

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