Manfred Pollanz: Wie lässt sich die digitale Transformation (be-)greifen?

Angst und Verunsicherung prägen die Diskussion um den digitalen Wandel in Deutschland. In seiner Keynote „Wie lässt sich die digitale Transformation (be-) greifen? Eine ökonomisch-labyrinthische Verortung“ stellt Manfred Pollanz daher den Menschen in den Mittelpunkt und nicht – wie sonst üblich – eher technische Aspekte wie Prozesseffizienz, Strategie, Disruption u.ä. Er zeigt, dass es sich bei der digitalen Transformation nicht etwa um einen technischen, sondern vielmehr um einen sozio-ökonomischen Prozess handelt, der Verständnis für und einen verantwortungsvollen Umgang mit sozialer und technischer Komplexität erfordert:

  • nicht quantitativ messbare Prozesseffizienz ist das entscheidende Thema, sondern auf Zukunft bezogene Anschlussfähigkeit als qualitativer Erfolgsfaktor
  • anschlussfähige Geschäftsmodelle lassen sich nicht aus ökonomischen Fakten herleiten, sondern müssen auf Narrative, auf „Stories“, begründet werden
  • die eigentliche Herausforderung besteht in einem intelligenten Umgang mit komplexen Netzwerkstrukturen, die ein rhizomatisches Denken anstelle von mechanistisch-analytischem Wissen setzen.


Manfred Pollanz ist querdenkender Ökonomie-Professor an der HTWG Konstanz und Visiting Professor am Asia-Europe Institute an der University of Malaya in Kuala Lumpur/Malaysia. Im Rahmen seines Forschungsschwerpunkts „Risiko- und Komplexitäts-Ökonomik“ beschäftigt er sich insbesondere mit Fragen der Komplexität ökonomischer Transaktionen und Veränderungsprozesse. Neben seiner Lehrtätigkeit ist er als Dozent betriebswirtschaftlicher Seminare sowie als Berater, Redner und Autor tätig. Dr. Pollanz ist Mitglied des Aufsichtsrats der ekz.bibliotheksservice GmbH, Reutlingen und Begründer des unabhängigen interdisziplinären Denknetzwerks DiotimasKomplizen.   

 

 

 

 




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