Gespräch mit Wibke Ladwig

Auf der Fachtagung AKEP 12 in Berlin traf ich Wibke Ladwig für ein kurzes Gespräch.

Zunächst interessierte mich die Frage, was der AKEP eigentlich ist? Das veröffentlichte Leitbild  gibt erste Hinweise:

1. Der Arbeitskreis Elektronisches Publizieren soll Forum für Erfahrungsaustausch auf Augenhöhesein. Der Arbeitskreis hat zur Aufgabe Öffentlichkeit in den Verlagen zu erreichen. Er soll die Basis stärken, emotional adressieren und Kolleginnen und Kollegen darin unterstützen, ein Selbstbewusstsein für ihre Arbeit an digitalen Themen zu entwickeln.

2. Der Arbeitskreis Elektronisches Publizieren soll als Innovationsvermittler für den Transfer von Wissen sorgen und diesen Transfer transparent und fair gestalten.

3. In allen Handlungen des Arbeitskreises Elektronisches Publizieren soll eine (Sparten-) übergreifende Einstellung Ausdruck finden.

4. Der Arbeitskreis Elektronisches Publizieren soll als „Dienstleister“ für Verlage Fakten sammeln, Standards darstellen und neue schaffen.

Innerhalb des Arbeitskreises gibt es sieben Kommissionen (Arbeitsgruppen):

Wibke leitet mit “Sinn und Verstand” – so heißt auch bezeichnenderweise ihre Firma – seit Dezember 2011 die Kommission Digitale Kommunikation.

Als Ziel der Arbeitsgruppen sieht sie zunächst den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung: “Wichtig ist der Erfahrungsaustausch – also Wissen im Blog und Facebook-Gruppen teilen. Daraus kann man Leitfäden entwickeln und Lösungsvorschläge herausarbeiten.“

Insgesamt befasst sich die Kommission Digitale Kommunikation mit neuen Möglichkeiten und veränderten Aufgaben der Verlagskommunikation sowie neuen Arbeitsformen und Berufsbildern durch Social Media, Web 2.0 und Cloud Computing.

Wibke sieht den Weg der Buchwelt in die DIGITALE bzw. ELEKTRONISCHE Welt als “ein fortlaufendes Projekt mit vielen Mitspielern des ‘Abenteuerspielplatzes’. Nur so können Verlage und auch Buchhändler überleben und die Leser zusätzlich profitieren.”

AKEP-Mitglieder können und sollen Ideen einbringen und voneinander profitieren. Zu diesem Zweck wurde u.a. auch die Reihe Social Media Setups entwickelt, in welcher zunächst Verlagsmitarbeiter  ihren im Werkzeugkasten digitaler Kommunikationstools beschreiben.

„Mit unserer Serie Social Media im Verlag: Setup von… geben Mitglieder der Kommission Digitale Kommunikation Einblick in ihren Werkzeugkasten fürs Social Web.“ Und das ist wertvoll, da diese Tools bereits in der Praxis erprobt wurden.

Geplant ist eine Erweiterung dieser Setups neben Vertretern aus den Verlagen und der Buchmesse auch für Buchhandlungen und Autoren.

Übrigens sind Wibkes Tools, welche sie einsetzt: Neugierde, Unerschrockenheit und Wissbegier!”

Ein weiteres Ziel der Kommission für Digitale Kommunikation ist der Aufbau eines Glossars – eine Begriffserklärung – von Tools, Werkzeugen, Begriffen und Menschen in der „Buchwebwelt 2.0“. Es soll als Hilfsmittel dienen, um den eigenen Weg zu finden.

Digital schließt analog nicht aus! Denn laut Wibke heißt das Losungswort „sowohl als auch“ und bedeutet “ich bin nicht alleine”: “Ein ENTWEDER ODER spiegelt die Realität nicht wieder.”

Zur Frage, ob konventionelle Wege wie Vorschauen noch die richtigen sind, meint Wibke: “Manchmal sollten alte Zöpfe nicht abgeschnitten, jedoch hochgesteckt werden. ” So arbeitet es sich besser!

Auf die Frage, was die Besucher der AKEP12 mitnehmen sollen, wünscht sich Wibke: „Es wäre erfreulich, wenn alle im Gespräch bleiben würden. Auch wenn einige beispielsweise beim Thema Urheberrecht sehr unterschiedlicher Meinung sind, ist es sinnvoll, miteinander und nicht übereinander zu sprechen.”

In diesem Sinne: Bitte miteinander kommunizieren und austauschen!

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