Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Medienbranche

Foto von Tilman SantariusMaschinen, Produkte und Menschen werden mit Informationstechnik immer weiter vernetzt. Führt dies in eine smarte grüne Welt, in der alle vom technologischen Fortschritt profitieren und die Umwelt bewahrt wird? Oder steuern wir in eine digitale Wachstumsökonomie, in der sich Geld und Macht auf wenige konzentrieren und wir noch schneller an die planetaren Grenzen stoßen? Anhand von Beispielen aus dem Medienbereich und anderen Branchen analysiert Tilman Santarius die Frage, ob digitale Produkte per Definition nachhaltiger sind als analoge – oder ob durch den globalisierten Konsum Rebound-Effekte auftreten, die das Potenzial für eine ökologische Wende fraglich erscheinen lassen.

Eine Veranstaltung der Peergroup Produktion bei der Jahrestagung der IG Digital.

Montag, 11. Juni, 15:00-15:45 Uhr

Tilman Santarius hat Soziologie, Ethnologie und Volkswirtschaft studiert und vielfältig zu den Themen Klimapolitik, Agrar- und Handelspolitik, nachhaltiges Wirtschaften, globale Ressourcengerechtigkeit und digitale Transformation veröffentlicht. Von 2001 bis 2009 war er Projektleiter am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Von 2009 bis 2011 leitete er die Internationale Klima- und Energiepolitik bei der Heinrich Böll Stiftung. Von 2012 bis 2015 promovierte er an der Universität Kassel und der University of California, Berkeley. Seit 2016 leitet er eine Forschungsgruppe an der TU Berlin und am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung. Ehrenamtlich war Tilman von 2007-2016 Vorstandsmitglied bei Germanwatch; seit 2016 engagiert er sich im Aufsichtsrat von Greenpeace Deutschland. Kürzlich ist von ihm mit Steffen Lange erschienen: „Smarte grüne Welt. Digitalisierung zwischen Überwachung, Konsum und Nachhaltigkeit“ (oekom, 2018). 

Zum vollständigen Programm der Jahrestagung

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