Fachbeiträge

Fachliches von, mit und über die IG Digital und ihre Aktiven

Checkliste zur Barrierefreiheit von eBooks

Das Thema Barrierefreiheit von eBooks ist für viele immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Allmählich rückt das Thema aber aus der Spezialistenecke in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit. Der EPUB3-Standard bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, um eBooks auch für Blinde und Sehbehinderte nutzbar zu machen. Inzwischen gibt es auch die entsprechenden Geräte und Software, die die Features zur Barrierefreiheit unterstützen und einen alternativen Zugang zu den Inhalten ermöglichen.

Wann aber ist ein eBook barrierefrei? Was müssen Verlage tun, um ihre eBooks möglichst barrierefrei produzieren zu können? Welcher Aufwand ist damit verbunden, und was kostet das? Wo findet man die entsprechenden Informationen?

Die Peergroup Produktion hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde zu Leipzig (DZB) eine Checkliste für barrierefreie EPUB3-eBooks erarbeitet. Sie möchte damit allen Interessierten den Einstieg in das Thema erleichtern und aufzeigen, welche inhaltlichen und technischen Aspekte zu berücksichtigen sind. Darüber hinaus enthält die Liste eine Linksammlung zu weiterführenden und vertiefenden Informationen. Continue reading →

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Workshop E-Publishing im W3C

In den letzten Monaten hat sich einiges getan, was die internationalen Rahmenbedingungen des E-Publishing angeht: Nach längeren, durchaus kontroversen Diskussionen wurde letztendlich mit deutlicher Mehrheit die Verschmelzung von IDPF (International Digital Publishing Forum) und W3C (World Wide Web Consortium) beschlossen, die künftig gemeinsam E-Book- und Web-Standards verantworten. Der EPUB-Standard, der vom IDPF entworfen wurde, soll von der neu gegründeten Organisation Publishing@W3C weiterentwickelt werden.

Gegenüber den internationalen Diskussionen war die Aufmerksamkeit in der deutschen Buchbranche bisher eher gering, obwohl E-Books auch hier immer mehr zum Umsatz beitragen und mit EPUB ein offener Standard als Alternative zu den geschlossenen Systemen von Amazon, Apple und Co. existiert. So sollte es auch im Interesse der deutschen Verlagshäuser und E-Book-Händler sein, bei der Weiterentwicklung von EPUB mit am Tisch zu sitzen (siehe hierzu auch den Bericht zum EPUB Summit).

Um Verlagen die Beschäftigung mit dem Thema und den Einstieg in die konkrete Mitarbeit zu erleichtern, lud die IG Digital am 15. September zu einem Workshop nach Frankfurt ein. Ivan Herman, der technische Leiter des Bereichs Publishing beim W3C, und Georg Rehm, Leiter des Deutsch-Österreichischen Büros des W3C, gaben einen Einstieg in das Thema und leiteten den Workshop. Vierzig Teilnehmer informierten sich über EPUB3, „Web Publications“ und die Organisation des W3C. Dann ging es vor allem um die Möglichkeiten für deutsche Verlage, sich im W3C einzubringen und an den diversen relevanten W3C-Gruppen teilzunehmen. Und schließlich wurde diskutiert, welche Rolle die IG Digital bzw. der Börsenverein dabei spielen könnte.

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Umfrage zum Einsatz von Videos und Bewegtbildern: Produktvideos und Webinare auf der Überholspur

Videoformate sind in der Buchbranche inzwischen fest etablierte Werkzeuge. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Arbeitsgruppe „Live-Videostreaming, Webinare und Web-TV“ der Deutschen Fachpresse und der Interessengruppe Digital im Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Ein Kernergebnis: Insgesamt kommen in knapp einem Drittel der Unternehmen der Buchbranche Videoformate zum Einsatz. Verlage nutzen diese deutlich intensiver als Buchhandlungen.

32,2 Prozent aller befragten Unternehmen der Buchbranche setzen Video- und Bewegtbildformate in der Kommunikation mit Kunden, Medien und der Öffentlichkeit oder mit den eigenen Mitarbeitern ein. Verlage liegen in der Nutzung mit 41,7 Prozent vor den Buchhandlungen, die mit 24,5 Prozent folgen. Über beide Sparten hinweg steigt zudem der Einsatz von Videos und Bewegtbildern mit der Umsatzgrößenklasse deutlich an.

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EPUB Summit 2017: Warum die deutsche Buchbranche sich an technischen Innovationen beteiligen muss

Tobias Streitferdt hat im Auftrag der IG Digital vom 9.-10. März 2017 in Brüssel am zweiten internationalen EPUB Summit teilgenommen und berichtet hier von der Tagung:

Der EPUB Summit wurde erstmals vom EDRLab, dem europäischen Interessenverband zur Einführung des EPUB-Standards, organisiert. Viele Vorträge waren geprägt vom Anschluss des International Digital Publishing Forum (IDPF) an das World Wide Web Consortium (W3C). Die daraus resultierende neu gegründete Organisation Publishing@W3C soll nun den EPUB-Standard weiterentwickeln.

Was international in der Buchbranche ziemliche Wellen auslöste, fand in Deutschland kaum Beachtung, obwohl E-Books in deutschen Verlagen immer mehr zum Umsatz beitragen. Zudem entstand gerade hier mit der auf EPUB basierenden Tolino-Allianz ein respektabler Gegenspieler gegenüber dem Branchenprimus Amazon. So sollte es auch im Interesse der deutschen Verlagshäuser und E-Book-Händler sein, bei der Weiterentwicklung von EPUB mit am Tisch zu sitzen.

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#akep15: Internet of Things – Worum geht es hier eigentlich?

Eine wichtige Aufgabe des AKEP besteht darin, branchenrelevante Zukunftstrends zu erkennen, aufzunehmen und sie für die Branche zugänglich und verständlich zu machen – da gehört das „Internet der Dinge“ unbedingt dazu. Hoffen wir, dass dieses Thema nicht als bloßer Hype abgetan wird, bevor es seine Relevanz unter Beweis stellen kann. Siehe hierzu auch Gartners Hype Cycle for Emerging Technologies:

HC_ET_2014

Wie auf diesem Bild deutlich zu erkennen, steht das Internet of Things auf dem Höhepunkt aller Hypigkeit, aber was verbirgt sich denn aber nun eigentlich hinter diesem ominösen Begriff?
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Posted by Peter Schmid-Meil in Fachbeiträge, 0 comments

Books in Browsers oder: Das EPUB-Web

HTML CodeBereits seit einigen Jahren intensiviert das W3C seine Bemühungen, den Unterschied zwischen portablen Offline-Dokumenten (Wie EPUB) und online Web-Dokumenten zu überwinden – oder einfacher gesagt stellt sich das World Wide Web Consortium die Frage wie die Bücher endlich in Browser kommen… Sichtbarstes Zeichen der Bemühungen ist die Etablierung der Digital Publishing Interest Group, einer Arbeitsgruppe, die Empfehlungen erarbeitet, wie Portable Documents dauerhaft in die Open Web Plattform integriert werden können. Konkret sollen sich die Dokumentenformate soweit annähern, dass sich einerseits der Nutzer keine Gedanken mehr um ein einzelnes Format machen muss und der Produzent andererseits seine Workflows Online-First (and only) ausrichten kann: EPUB, PDF, mobi, Webseite… Nevermind! eBooks sind dann Teil der Open-Web Spezifikation.  Continue reading →

Posted by Michael Schneider in Fachbeiträge, 0 comments

Wearables – gekommen, um zu bleiben

Das Internet of Things ist derzeit in aller Munde: Anlässlich der Veranstaltung
Smart, smarter, wearable – Neue Content-Lösungen für Activity Tracker, Smartwatches und Datenbrillen, führte die Medien-Akademie ein Gespräch mit Florian Schumacher, Digital Health Consultant bei iic|solutions, zur Bedeutung von Wearables & Co:

Wearables – ein Hype der bleibt?
Insbesondere in den Bereichen Fitness und Gesundheit sind Wearables erfolgreich und konnten 2014 gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 700% erzielen. Dieser Trend wird in diesem Jahr erstmalig auch im Bereich der Smartwatches seine Fortsetzung finden. Auch wenn sich der Markt noch in einer frühen Phase befindet, werden sich zukünftige Geräte mit immer besserer Usability und größerem Funktionsumfang dauerhaft einen Platz in unserem Alltag sichern.

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Video im EPUB – Herangehensweisen, Tipps und Demo-Download

Gastbeitrag von Kai Weber, Ernst Reinhardt Verlag

No to Video!Neulich bat mich eine Lektorin um Vorgaben für Autorinnen und Autoren, die Videos abliefern können, wollen oder sollen, damit wir damit „enhanced e-Books“ machen können. Nichts leichter als das, dachte ich. Schließlich diskutieren wir E-Publishing-Leute das schon seit Jahren. EPUB3 sollte doch inzwischen zumindest in den Grundfunktionen überall implementiert sein und Elizabeth Castros „Miniguide Audio and Video in EPUB“ ist schon über ein Jahr auf dem Markt. Vor einigen Monaten tauchte dann auch noch das wunderbare EPUB3 support grid  auf – und so dachte ich, ich müsste nur eine kleine, kurz gefasste Zusammenstellung aus diesen Quellen erstellen und die Frage der Lektorin sei beantwortet.

Ich irre mich bestimmt häufig, aber so sehr wie in diesem Fall lag ich schon lange nicht mehr daneben. Continue reading →

Posted by Steffen Meier in Fachbeiträge, PG Content- und Marktentwicklung, 1 comment

„Verlage brauchen mehr Technik“ Aber welche? Und mit welchem Konzept?

Verlage brauchen mehr Technik: Diese Erkenntnis scheint mittlerweile Common Sense zu sein. Die Frage stellt sich jedoch: Welche? Und wozu? Und mit welchen Mitarbeitern?

Von Ehrhardt F. Heinold

Auf der diesjährigen Fachpresse-Tagung erläuterte IDG-CEO York von Heimburg die Strategie seines Unternehmens. In dem beeindruckenden Vortrag schilderte er u.a. den Wandel vom Verlag zum integrierten Medienhaus, vom Printprodukthersteller zum crossmedialen Dienstleister. Um diesen Weg erfolgreich zu gehen, so von Heimburg, brauche jeder Verlag mehr Technik – und mehr Techniker. Ursache für diese Entwicklung ist die Digitalisierung des Verlagsgeschäfts. Print ist nur noch ein Kanal (mit abnehmender Bedeutung), das gesamte Geschäft und alle Prozesse digitalisieren sich, von den Medien bis hin zum Kundenmanagement.
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Posted by Heinold in Fachbeiträge, 1 comment

„Würden wir ohne Social Media nicht irgendwann von der Bildfläche verschwinden?“

Spektrum der Wissenschaft ist unter Verlagen im Bereich Social Media auffällig. Der Verlag geht seinen ganz eigenen Weg in den sozialen Netzwerken und ist damit sehr erfolgreich. Allein beim Verlags-Hauptaccount (es gibt zu den einzelnen Magazin-Themen weitere) 14.000 Facebook-Fans, 4.500 Twitter-Follower und die Spitzenposition im G+-Ranking unter den Verlagen. Das macht neugierig – was macht Spektrum richtig? Was ist ihr Erfolgsgeheimnis?

Heike Schmidt von der Kommission digitale Kommunikation hat nachgefragt und wurde eingeladen – zum Video-Interview. Das Konzept von Verlagsleiter Richard Zinken sah vor, die Fragen live auf Twitter zu stellen.

Auf diese Weise konnte nicht nur einer, sondern zeitgleich alle netzwerkenden Spektrum-Mitarbeiter interviewt werden und Interessierte, auch von außerhalb, live dabei sein und mitlesen bzw. mitfragen. Das ganze sollte gefilmt werden – schon allein, um die Handkamera als probates „Tool“ für Social Media Zwecke im Einsatz vorzuführen. Ein spannendes Projekt.

Spektrum-Mitarbeiter während des Twitter-Interviews

Spontaneität und Intuition sind beim sozialmedialen Handeln unter den Spektrum-Mitarbeitern Programm, was nicht bedeutet, dass es nicht gleichzeitig wohlgeplante Marketingaktionen gibt, wie beispielsweise die Tattoo Meisterschaft. Auffällig ist auch die Eigenverantwortlichkeit, mit der die Mitarbeiter ihre jeweiligen Accounts bespielen und die auch im Interview sichtbar wird: ich darf alle Fragen stellen, unabgesprochen, direkt öffentlich auf Twitter und genauso antworten die Spektrum-Mitarbeiter – offen und ehrlich, wie sie es für richtig halten.

Erstaunlich, wie viele Mitarbeiter bei Spektrum einen Social Media Account pflegen: zum Teil thematische Accounts, begleitend zu einem Magazin (z.B. @GundG, @epoc), zum Teil persönliche Accounts, über die aber auch Spektrum-Inhalte verbreitet werden. Der bekannteste persönliche Account ist sicher der von Lars Fischer (@fischblog), der Redakteur für spektrum.de ist und die Blogplattform scilogs.de betreut. Er ist fest in der (Scientific) Community verankert, reagiert schnell und brillant auf Wissensthemen und erklärt sie verständlich – ein Top-Blogger. Über Twitter bekommt Lars Fischer Themen, Leser und Kontakte.

Über Twitter kommunizieren alle Social Media affinen Spektrum-Mitarbeitern miteinander und mit der Außenwelt. Auf diese Weise dient das soziale Netzwerk sowohl der externen als auch der internen Unternehmenskommunikation. Wichtige Werte wie Authentizität und Transparenz werden so transportiert. Und wenn das Ganze auch noch Spaß macht – umso besser.

Mit was Spektrum wuchert, das kann man bei keiner Agentur kaufen: Persönlichkeiten, die mit all ihren Ecken und Kanten leidenschaftlich hinter den Themen stehen und sie nach außen vertreten, auf ihre ganz persönliche Weise und nach ihrer eigenen Strategie. Gemeinsam mit entsprechendem Monitoring ist der Verlag in Sachen Social Media nahezu unschlagbar.

Verlagen, die noch nicht begonnen haben, soziale Netzwerke zu nutzen, rät Verlagsleiter Richard Zinken:

 

Allen Spektrum-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlichen Dank!

Bericht und Interview: Heike Schmidt, UTB

Alle Tweets des Interviews mit dem Hashtag #smid: http://storify.com/Heikeschmidt/smid-social-media-interview-bei-spektrum-1?utm_content=storify-pingback&utm_medium=sfy.co-twitter&utm_campaign=&utm_source=t.co&awesm=sfy.co_m9PM

Das Spektrum-Team auf Twitter: https://twitter.com/#!/spektrum/team-spektrum

Die Hauptaccounts, betreut durch Jan Dönges, Ann-Kristin Ebert, Fabian Pieronczyk, Dennis Dirdjaja und Marc Grove:

https://www.facebook.com/spektrumverlag

https://twitter.com/spektrum

https://plus.google.com/107666008248148381884

Publikationen: https://twitter.com/i/#!/spektrum/publikationen-spektrum/members

Posted by sinnundverstand in Fachbeiträge, 7 comments