#akep16: Digitalexkursion und Start-up-Präsentation

Mit einem entspannten Spaziergang von der Kalkscheune zum Grimm-Zentrum beginnt die Exkursion. Dort werden die Besucher von Prof. Dr. Andreas Degkwitz (Direktor der Universitätsbibliothek der Humboldt Universität zu Berlin) begrüßt und können an Führungen durch das Grimm-Zentrum teilnehmen. Es werden vier Führungen zu je max. 25 Teilnehmer angeboten.

Dann präsentiert SPECTRM: Die Gründer erzählen ihre Erfolgsgeschichte und erklären, warum Chat Bots und die Nutzung von Messengern extrem wichtig für das moderne Marketing und das Publizieren sind. Anschließend erklärt uns Ali Albazaz von Inkitt, wie mit 99,99 Prozent Wahrscheinlichkeit jeder gute Autor per Algorithmus zum Bestseller werden kann.

Tourguides: Dr. Bastian Schwithal und Volker Zanetti (www.kindai-projects.com)

SPECTRM

Wie der Nutzer genau den Content bekommt, den er mag, und warum Google und Facebook Spectrm finanziell und strategisch fördern, erfahren Sie von den Gründern.
Chat Bots und die Nutzung von Messengern für Marketing und Publishing sind gerade äußerst angesagt. Spectrm aus Berlin ist bei dem Thema ganz vorne mit dabei und hilft namhaften US-Online-Medien wie Business Insider, NowThis, Mic und Thrillist dabei, ihre Inhalte über den Facebook Messenger, Slack oder Telegram zu verbreiten. Die spectrm-Gründer Max Koziolek, Jendrik Hoeft und Manfred Stellenberg haben eine Plattform entwickelt, mit der Medienanbieter redaktionelle Inhalte über Messenger-Systeme an ihre Nutzer verbreiten können. In Deutschland sind sie bereits aktiv für Partner wie Bild.de. Als erster Anbieter weltweit, der auch auf den Facebook-Messenger zurückgreifen kann, wurden Sie sogar auf der f8, der Facebook Developer Conference, in San Francisco vorgestellt.

Inkitt

Ali Albazaz

Ali Albazaz, Foto: privat

In einem Interview der Gründerszene erklärte Ali Albazaz das Konzept von Inkitt wie folgt:
Coelho hat Teile seines Werkes „Manual of the Warrior of the Light“ auf Inkitt veröffentlicht. Und das Berliner Start-up schaffte es mit Hilfe des Star-Autors in die renommierten Medien Wallstreet Journal und Guardian. Inkitt ist nicht nur eine Publishing-Plattform: Albazaz und sein Team haben einen Algorithmus entwickelt, der das Verhalten von Lesern analysiert. Dadurch ist das Unternehmen nach eigenen Angaben in der Lage Bestseller vorauszusagen und dafür zu sorgen, dass auch unbekannte Autoren nicht mehr auf das Bauchgefühl von Lektoren angewiesen sind. Und Inkitt kann noch mehr: Coelho bekam als Gegenleistung eine Datenanalyse der Leser, die zum Beispiel zeigte, an welcher Stelle sie im Text abspringen.
„Stell dir vor, Penguin Random House würde immer die richtigen Bücher veröffentlichen, mit einer statischen Signifikanz von 99,99 Prozent und ohne Fehler zu machen. Das ist Inkitt“, sagt Gründer Ali Albazaz. Mit Inkitts Framework können die Interaktionen des Lesers gemessen werden. Die genauen Parameter will Albazaz nicht verraten. „Uns ist es egal, wo der Autor herkommt, wie groß sein soziales Netzwerk ist, ob er berühmt ist oder nicht, ob er einflussreiche Menschen kennt oder nicht“, so Albazaz. Sei der Text gut – was bei Inkitt heißt: performe er gut – will Albazaz ihn zum Bestseller machen, „ohne Wenn und Aber“. Denn: „Wie viele unentdeckte Bestseller-Autoren es wohl gibt, die nach dem dritten oder vierten Versuch aufgegeben haben?“

Ali ist Founder und CEO von Inkitt. Der 26 Jährige Kölner ist seit 2011 in der Berliner Start-up-Szene aktiv, seine Faszination für Unternehmertum und alles Digitale ist allerdings schon viel älter. So begann er mit 11 Jahren zu programmieren und machte sich mit 15 zum ersten mal selbstständig. Danach folgte die Gründung zweier Start-ups, fünfi.de – eine Plattform zum Verkauf von Online-Dienstleistungen – und Demanta – eine Mitfahrgelegenheit innerhalb von Städten. Noch als Programmierer bei Moviepilot.com, einer amerikanischen News-Plattform, gründete Ali 2013 mit Inkitt den ersten Verlag, der Veröffentlichungsentscheidungen ausschließlich aufgrund von Big Data trifft.

Grimm-Zentrum, Foto: Matthias Heyde

Grimm-Zentrum, Foto: Matthias Heyde

Jacob-und-Wilhem-Grimm Zentrum

Das Jacob-und-Wilhem-Grimm Zentrum gehört zu den modernsten Bibliotheken Europas. Das zehngeschossige Gebäude wurde vom Schweizer Architekten Max Dudler entworfen. Die Hauptnutzfläche beträgt 20.296 m². Den Kern der Bibliothek bildet ein in seinen Ausmaßen und seiner Gestaltung einmaliger Lesesaal, der 70 Meter lang, 12 Meter breit und 20 Meter hoch ist. Im Grimm-Zentrum lagern insgesamt 2,5 Millionen Bände, wovon rund 2 Millionen Bände in der Freihandaufstellung verfügbar sind. Zusätzlich gibt es eine kleine Cafeteria, Räume für Videokonferenzen, ein Auditorium mit rund 180 Plätzen und acht Gruppenarbeitsräume sowie 55 Einzelarbeitskabinen. Insgesamt stehen 1.200 Arbeitsplätze zur Verfügung, davon sind rund 500 mit Rechnern ausgestattet.




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