#akep15: Die Eröffnungsrede der AKEP-Sprecher

Dankesworte

Vielen Dank an unseren Vorsteher Herr Riethmüller für die einleitenden Worte, vielen Dank Wiebke.

Als Sprecher des AKEP möchte ich Sie recht herzlich in Berlin zur AKEP Jahrestagung 2015 begrüßen. Dies auch stellvertretend in Namen von Beate Muschler, die leider wegen Krankheit kurzfristig absagen und in München bleiben mußte. Auch wenn wir im AKEP intern die Du-Form für die Ansprache wählen, bleibe ich heute der Einfachheit beim Sie, was Ihr mir, lieber AKEPler bitte nachsehen mögt.

Ihnen allen ein herzliches Dankeschön für Ihr Kommen. Damit zeigen Sie nicht nur Interesse an wichtigen Zukunftsthemen des Digitalen Publizierens, sondern ermöglichen damit diese Veranstaltung erst .

Dies gilt ebenso für unsere Sponsoren, die regelmäßig und schon seit Jahren ihren Beitrag dazu leisten, damit wir die Jahrestagung durchführen können. Vielen Dank für Ihre Treue.

Ein großes Dankeschön geht an alle Referenten sowie an die peergroup-Leiter und ihre Teams, die innerhalb der neuen AKEP-Struktur die Schwerpunktthemen begleiten und für den heutigen Tag Programmpunkte erarbeitet und sich um Referenten gekümmert haben.

Auch ist es nicht selbstverständlich, dass die Unternehmen dieser Kolleginnen und Kollegen ihnen die Möglichkeit geben, digitale Themen im Ehrenamt mitzugestalten.

Am Ende steht Michael Schneider, unser Referent für den AKEP im Verlegerausschuss, der sich zusammen mit Peter Schmid-Meil um den Blog des AKEP kümmert und – mit der Rückendeckung von Rolf Nüthen – alle losen Enden, Ideenfragmente und unendlich viele organisatorische Dinge zu einer Jahrestagung zusammenfügt. Auch hier allen Genannten ein herzliches Dankeschön.

Das Thema 2015: Das Internet der Dinge

Warum haben wir das Thema Internet of Things gewählt? Wie unser Vorsteher Herr Riethmüller in seiner Rede festgestellt hat: Weil wir “mitten drinnen sind” in diesem Zukunftsthema. Die Zukunft fängt sozusagen jetzt an. Und es ist die “Verschärfung” des Themas “Touchpoints” der AKEP-Jahrestagung 2014, da die technologische Entwicklung rasant an Fahrt gewonnen hat.

Das Konzept des „Internet of Things“ – kurz IoT – beschreibt, dass Computer aber auch Handys zunehmend als Geräte verschwinden und durch „intelligente Gadgets“ ersetzt werden, die miteinander über WLAN, Bluetooth sowie Internet verbunden sind und Daten austauschen, die sie für Aktionen und Interaktionen untereinander und mit uns Anwendern benötigen. Wir als Nutzer sollen damit in unserem täglichen Leben „unsichtbar“ unterstützt werden.

Die letzten Wochen wurden wir von Pressemeldungen geradezu überrollt: So gibt es neue Produktformate für kleinste Contenteinheiten wie z.B. für die Apple iWatch, aber auch neue Schnittstellen und Protokolle für den Datenaustausch zwischen Anwendungen und Sensoren, wie z.B. der Apple Health Initiative,. Diese Technologien werden Bestandteil der Betriebssysteme IOS und Android. So wird Technologie komplett auf das heute mehr und mehr mobile Leben der Menschen ausgerichtet.

Intelligente Gadgets kommen hinzu: Unzählige kostengünstige Devices – wie iBeacons, Dashboards oder intelligente Etiketten, mit denen Produkte via Kontakt mit dem Handy einfachst nachbestellt werden oder dem Nutzer Informationen senden können, eröffnen nie geahnte Möglichkeiten und Chancen – wenn man sie in neuem Kontext denkt und für unsere Branche nutzbar macht.

ToDos für unsere Branche

Wir dürfen nicht den Fehler machen und denken, dass hier nur wieder – verzeihen Sie mir das Bild – eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird. Und klar: wir dürfen und müssen über ethische Implikationen, gesetzliche Lücken, Fragen des Datenschutzes und Sinnhaftigkeit diskutieren.

Aber wir müssen uns auch aktiv mit den Möglichkeiten dieser Technologien auseinandersetzen. Wir müssen uns die Technologien mit Ihren Möglichkeiten für Content, Marketing und Vertrieb aber auch für neue Services sowie einer “Support Economy”, die die Souveränität unserer aktuellen und zukünftigen Kunden anerkennt, genau anschauen.

Wir müssen diese Technologien in unseren Unternehmen in Abteilungen geben, die damit spielen können, um die Möglichkeiten zu verstehen und dann mit allen zusammen Ideen entwickeln und umsetzen, die wir dann frühzeitig mit unseren Lesern austauschen, damit wir diese Chance, diesen einzigartigen Technologie-Shift für unsere Branche, nicht vermasseln.

Vielleicht wäre hier die Idee einer branchen- und spartenweiten Kooperation, eines Know-How- und F&E-Pools angebracht. Vielleicht könnte dies ein erster Ansatz im Kleinen für die Verbandsreform zu mehr Projektarbeit hin sein. Wenn Sie Ideen dazu haben oder im Laufe der Tagung bekommen, bitte lassen Sie es den AKEP wissen.

Und das Beste am Internet of Things: Es hat unendliches Potenzial, die digitale Welt mit der realen Welt zu verbinden, ja zu versöhnen. Und das ist für das Konstrukt und Selbstverständnis unserer Branchen eine wunderbare und einmalige Chance.

Heute Vormittag weiten wir mit dem Vortrag von Dr. Eberl gemeinsam den Blick und begeben uns in eine langfristige Zukunftsperspektive des Internet of Things. Danach wagen wir mit Kay Herget von Bosch einen Blick in eine andere Branche, nämlich in die Automobilbranche, die von dem Thema Internet of Things sehr bewegt wird. Danach schlägt Michael Praetorius den Bogen, was das Thema für uns Verlage bedeutet. Schließlich folgen die beliebten Werkstattberichte – die Shorttracks – in denen erste konkrete Anwendungen aus Buchhandel und Verlagen gezeigt werden.

Mitmachen bitte!

Ganz wichtig war uns in diesem Jahr, Ihnen eine Mitmachtagung zu bieten. Sie haben die Möglichkeiten, Technologien auszuprobieren, zu erleben: Vor dem bcc steht ein voll vernetztes Auto, im Foyer finden Sie die Möglichkeit über eine iBeacon-Technologie Bücher zu lesen, die gerade in Berliner Cafes erprobt und unendlich viele neue Touchpoints zu Kunden liefern wird. Die Hochschule für Druck und Medien HDM aus Stuttgart ermöglicht Ihnen einen Einblick in zukünftige Anwendungsszenarien von interaktiven Brillen.

Die Subkonferenzen

Mit der Veranstaltung “Agile Conceptual Design – vom Papier zum Digitalen Produkt” bietet sich am Nachmittag – der aus den Subkonferenzen E-Book, Apps, Herstellung, E-Commerce und Karriere besteht – eine weitere Möglichkeit zu einer neuen haptische Erfahrung. Probieren Sie aus, welche Vorteile Papierprototypen in der frühen Beteiligung von Mitarbeitern und in der kostengünstigen und schnellen Umsetzung sowie dem Testing von Ideen bieten.

Die drei Sessionblöcke der nachmittäglichen Subkonferenzen sind so angelegt, dass Sie nach Ihrem Interesse nach jeder Stunde wechseln können.

Besonders freuen wir uns, dass unsere Kolleginnen und Kollegen vom AK-ECom im Sortimenterauschuss wieder dabei sind und einen Block bei den Subkonferenzen mitgestalten.

AKEP 2015: Ein Rück- und Ausblick

Schießlich noch ein kleiner Rückblick und Ausblick auf die wichtigsten Termine des AKEP-Jahres:

Im Januar fand das zweitägige Peergrouptreffen mit tiefgehendem Austausch zu den Themen E-Books, Marketing & Kommunikation, Herstellung sowie Apps im Haus des Buches in Frankfurt mit über 70 Kolleginnen und Kollegen statt.

Wer Interesse an der Mitarbeit hat, möge sich bitte bei Michael Schneider melden. Um die Produktivität zu sichern, entscheiden die peergroup-Leiter zusammen mit den bestehenden peergroup-Mitgliedern über die Aufnahme und können – wie bei der Deutschen Fachpresse in der Kommissionsarbeit üblich – zu einer Teilnahme auf Probe einladen. Auch ist die Anwesenheit bei den Treffen obligatorisch.

Im Februar fand mit über 120 Teilnehmern das eBookCamp Süd in Kooperation mit dem Landesverband Bayern in München statt. Das eBookCamp ermöglicht es durch seine geringe Teilnahmegebühr und dem Samstags-Termin, viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit digitalem Know-how zu versorgen, die wir sonst aus den unterschiedlichsten Gründen nicht erreichen.

Im März gab es in Kooperation mit der Deutschen Fachpresse eine ausgebuchte StartUp-Tour durch Berliner Firmen, mit Fokus auf Teamarbeit, Agilität und unterstützende Personal- und Raumkonzepte.

Schließlich gibt es im Januar 2016 eine AKEP Book Publisher Tour ins Silicon Valley mit Besuch der CES, der Consumer Electronic Show, in Las Vegas. In Ihrer Mappe auf dem Tisch finden Sie weitere Infos dazu. Es stehen maximal 20 Plätze zur Verfügung.

#akep16

Und in 2016 wird alles anders: die #akep16 “Der Tag” wandert auf den Spuren der republica und findet am 22.6.2016 in der Kalkscheune am Friedrichstadtpalast hier in Berlin statt. Neuer Ort, neue Ideen, mehr Interaktivität, mehr konkrete Beispiele. Am heutigen Tag und nur an diesem Tag gibt es ein eingeschränktes Kontingent an Early-Early-Bird-Tickets für sage und schreibe 99 Euro netto. Den Code für den Tarif entnehmen Sie bitte dem Flyer auf Ihrem Tisch.

Ich wünsche uns nun eine erfolgreiche #akep15, viele interessante Einsichten, und guten kollegialen Austausch. Und ich freue mich, wenn wir uns heute Abend um 19:30 Uhr alle im Nolas zur “Digital Night” in der Veteranenstraße 9 sehen. Ihr Namensschild ist gleichzeitig die Eintrittskarte.

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