#akep15: „Damit wir es nicht vermasseln.“

Die Jahrestagung des Arbeitskreises Elektronisches Publizieren (AKEP) stellte das Thema „Content für das Internet der Dinge“ in den Fokus. Heinrich Riethmüller (Vorsteher des Börsenvereins) und Jürgen Harth (Leiter Online-/E-Services & Business Development beim Carl Hanser Verlag) nahmen die Teilnehmer mit auf eine Reise in spannende Zukunftsvisionen.

Internet of Things – das Thema der AKEP-Jahrestagung polarisierte. Während der Begriff für viele noch Zukunftsmusik im täglichen Verlagsgeschäft ist („Wir haben andere Baustellen.“), freuten sich viele Zuhörer über die Vorträgen aus der eigenen und anderen Branchen, um gemeinsam einen Blick über den Tellerrand zu wagen.

Heinrich Riethmüller eröffnete die AKEP-Jahrestagung im Rahmen der Berliner Buchtage 2015 mit einem Grußwort: „Der Tag steht ganz im Zeichen der digitalen Entwicklung.“ Vom Verlag 3.0 bis hin zu E-Books begleiten diese Themen die Buchbranche inzwischen schon seit Jahren – und die Entwicklung schreitet weiter voran. Mit dem Fokus der AKEP-Jahrestagung wird der Vokabelschatz der Buchbranche um einen Begriff erweitert: Internet of Things.

Jürgen Harth

Jürgen Harth erläuterte in seiner Eröffnungsrede die Gründe, Internet of Things (IoT) in den Fokus zu rücken – und lieferte zugleich eine Definition. Das Internet der Dinge beschreibt den Umstand, dass in Zukunft Computer, Handy und weitere Endgeräte zunehmend verschwinden werden. Die einzige Konstante werden die Daten sein, die durch intelligente Gadgets miteinander kommunizieren und ausgetauscht werden. „Die Technologie wird in Zukunft auf die Menschen ausgerichtet sein und sie kaum sichtbar unterstützen.“

Die Relevanz war für Harth nicht erst seit der Markteinführung von Wearables zu leugnen: „Wir sind mitten im Thema und es ist wichtig, sich aktiv mit diesen neuen Technologien auseinander zu setzen.“ Das bedeute auch, sich Kompetenz und Technik ins Unternehmen zu holen. „Es ist wichtig, dass wir IoT für unsere Branche nutzen, jetzt Ideen entwickeln und es nicht vermasseln.“

Ob die Vernetzung aller Dinge für viele Teilnehmer noch zu abstrakt oder gleichbedeutend mit der Apokalypse sei, ließ Riethmüller offen. „Wir befinden uns mitten drin in dieser Entwicklung und müssen anfangen, uns damit auseinanderzusetzen.“




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